Die Beipflanzen des Nepenthes-Terrariums:
- Phalaenopsis Orchideen (2 Hybriden)
- Zygopetalum crinitum Orchidee
- Tillandsia argentea (2 Pflanzen)
- Tillandsia bulbosa


Die Orchideen:

Phalaenopsis-Hybriden:
Die Gattung Phalaenopsis ist mit ca. 50 Arten in Südostasien, Indonesien, Philipinen und in Nord-Australien verbreitet. Ihre Hybriden gelten als ideale Anfängerpflanzen (ein entscheidender Kaufgrund für mich). Zudem blüht anscheinend kaum eine andere Orchideenart so oft und ausdauernd (mehrere Monate lang) wie diese Hybriden (Entscheidungs-Grund Nummer 2). Die Idealtemperatur ist die normale Zimmertemperatur. Eine helle Fensterbank ohne direktes Sonnenlicht und eine hohe Luftfeuchtigkeit als Kulturbedingungen haben mich dazu bewogen diese Hybriden zu meinen Kannenpflanzen zu stellen (und das war Grund Nummer 3). Giessen sollte man Orchideen ebenso wie Karnivoren mit kalkfreiem Wasser. Stehendes Wasser mögen die Pflanzen allerdings überhaupt nicht. Öfters blühen mögen die Pflanzen nur, wenn genügend Licht vorhanden ist. Eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls sehr wichtig. Mit einer Temperaturabsenkung in der Nacht kann man die Pflanze sogar zur Kindel-Bildung (Ableger an den Blütenstielen) anregen.

Zygopetalum crinitum:
Meine 3. Orchidee. Heimat dieser Orchidee ist Südamerika (Brasilien, Paraguay, Peru und Bolivien). Die Pflanze mag es ganzjährig warm - jedoch nicht zu heiß. Dazu mag Zygopetalum crinitum eine erhöhte Luftfeuchtigkeit von 60-80%. Die Pflanze mag trotzdem viel Frischluft - ein direktes Besprühen ist nicht erwünscht. Diese Faktoren können sonst schnell zu Pilzbefall führen. Zu nass sollte das Substrat auch nicht sein - Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Der Lichtbedarf vieler Arten ist niedriger als bei vielen Orchideen, daher sind diese Pflanzen teilweise auch für helle Nordfenster geeignet (oder in meinem Fall in einem "tropisch dunklen" Terrarium. Zygopetalum crinitum duftet sehr stark und wird recht hoch (Blüte bis 70cm).

Nun zu den Bildern:
Anklicken für Nahaufnahme der Blüte
Anklicken für Nahaufnahme der Blüte. (Wahrscheinlich Phalaenopsis Golden Sunshine)


Wahrscheinlich Phalaenopsis Stadt Trier.


Zygopetalum crinitum



Die Tillandsien:

Diese Pflanzen werden oft auf Steinen geklebt mit Tonfiguren im Gartencenter verkauft. Mir sind - bedauerlicherweise - bisher die Pflanzen recht schnell eingegangen. Den Grund kannte ich bisher nicht - ich hatte die Pflanzen bisher immer gut besprüht. Doch genau das war es wohl - ich habe die Pflanzen regelrecht ersäuft. Ein erneuter Versuch habe ich mit Tillandsia argentea versucht, da diese Pflanzen mich immer noch sehr faszinieren. Später kam noch Tillandsia bulbosa dazu. Beide entwickeln sich prächtig im Nepenthes Terrarium.

Tillandsia argentea (im englischen als Silver Pincushion = silbriges Nadelkissen bezeichnet) ist mit ihrem grüngrauen Aussehen der typische Vertreter der Tillandsien. Tillandsia argentea (nicht zu verwechseln mit Tillandsia argentina) ist sehr eng mit Tillandsia fuchsii verwandt. Heimat ist Kuba und Jamaika. Die Pflanze wächst anscheinend sehr langsam und wird bis 25 cm hoch (mit Blüte). Der Durchmesser der kugeligen Pflanze beträgt 10-12 cm. Wie andere Tillandsien dieser Form lebt sie als Epiphyt auf Bäumen (oft in Moos gepolstert) und blüht (selten, da blühfaul) mit 6-8 roten Blüten. Folgendes habe ich an Kultur-Informationen zusammengetragen: Die Pflanze liebt es eher trocken (alle 2 Tage besprühen) und mag keine Staunässe. Auf Schimmel achten - bei zuviel Wasser ist dieser schnell da und für die Pflanze tödlich. Wie bei Orchideen und den Fleischis ist kalkfreies Wasser oberste Pflicht. Er sollte sehr hell sein, auch etwas direktes Sonnenlicht (keine Mittagssonne). Ganzjährig Zimmertemperatur - wobei im Sommer wärmer (25-27°C) und im Winter kühler (ca. 17-20°C).
Und so halt ich sie im Moment: Die Pflanze wird bei mir fast nie direkt besprüht, da im Terrarium eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Viel Licht und Zimmerwärme sind gegeben. Eine Pflanze hat (zu meiner Überraschung) einen Blütenstängel gebildet. Die Blüten waren farbenfroh und sind jetzt (hoffentlich) fleißig am Samen bilden.
Da das Terrarium durch die Anwesenheit der Orchideen und Kannenpflanzen recht voll ist (neues Terrarium steht schon auf dem Wunschzettel) sind die Pflanzen noch nirgends aufgesetzt. Ich habe sie locker auf die Blätter der Orchideen gesetzt.

Tillandsis bulbosa hat daher ebenso ein Plätzchen auf einem Orchideenblatt gefunden. Die Pflanze ist in der Natur weit verbreitet - sie wächst in Süd-Mexiko, Karibik bis nach Venezuela und Ost-Brasilien. Als typische Tillandsie wächst sie epiphytisch. Sie bildet eine Scheinzwiebel aus und wird 7-30 cm hoch - mal sehn welche Größe meine Pflanze erreicht. Die Blattscheiden sind rundlich, grün und dicht grau beschuppt. Die Ränder oft rot/violettrot ausgefärbt. Die Blätter sind fast stielrund und stark rinnig. Am Naturstandort hausen oft Ameisen drin. Die Farbe der oft kunstvoll gedrehten Blätter ist ein kräftiges dunkelgrün. Tillandsia bulbosa mag es aufgrund ihrer Herkunft temperiert bis warm, hell und eine hohe Luftfeuchte - daher ist sie als Terrarienpflanze gut geeignet.


Tillandsis argentea


Blüte von Tillandsia argentea


Tillandsis bulbosa

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