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Die Gattung Drosera Die Gattung Drosophyllum Die Gattung Genlisea Die Gattung Heliamphora Die Gattung Nepenthes
Die Gattung Pinguicula Die Gattung Sarracenia Die Gattung Triphyophyllum Die Gattung Utricularia Allgemeines: Karnivoren


Drosera burmannii

Geschichtliches:
Erstbeschreibung: Vahl (1794)
Die Pflanze wird Sektion "Thelocalyx" der gleichnamigen Untergattung gezählt. Diese Untergattung besteht nur aus Drosera burmannii und aus Drosera sessilifolia (die fast gleich aussehende, südamerikanische "Schwester").

Herkunft/Standort:
Indien, Sri Lanka, Burma, Thailand, Südwest-China, Japan, Korea, Taiwan, Malaysia, Borneo, Sulawesi, Neuguinea, Java und Australien (grob: Ostküste von Sydney bis ganz nach Norden + Northern Territory)
Das Substrat ist Allgemein sehr sandig.



Die Pflanze selbst:
Bei Drosera burmannii handelt es sich um einen kleinen rosettenbildenden Sonnentau mit flacher Rosette, der etwa 2-4 cm im Durchmesser misst. Die tentakelbesetzten, spatelförmigen Fangblätter besitzen eine Besonderheit: Die ungewöhnlich langen Randtentakel, die sich innerhalb weniger Sekunden (2 -5 s) um 90° bewegen können. Danach wird die Bewegung etwas langsamer. Sie umschließen die Beute so innerhalb kürzester Zeit wie ein Käfig - eine Zusatzmaßnahme neben dem "Klebstoff". Diese Randtentakel bilden auch keine großen kugelförmigen Klebetropfen, sondern nur auf der Beute zugewandten Seite etwas "Klebstoff". Das Fangblatt selbst ist etwa 8 mm breit und 7 mm lang. Mit Stängel erreicht das Fangblatt eine Länge von 1,5 cm. Zur Länge bzw. Breite kommen noch die oben erwähnten, bis zu 5 mm langen Randtentakel.
Die Pflanze ist oft nur einjährig, denn sie stirbt meist nach der Blüte ab. Dafür wächst das Pflänzchen aus Samen umso schneller und blüht wieder. Blütezeit am Naturstandort: Oktober - Juli, also über 10 Monate lang. Werden in der Kultur die Blütenstängel immer wieder abgeschnitten ist die Chance eine mehrjährige (2-3 Jahre) Pflanze zu erhalten sehr groß. Der Blütenstängel erreicht eine Höhe von 20 cm. Die ca. 1 cm große Blüte ist weiß (Petalen 3-4 mm lang und 2-3 mm breit) und bildet nach erfolgreicher Bestäubung "massenweise" kugelförmige Samen.
Bei genügend Sonnenlicht färbt dieser Sonnentau sich rötlich bis rot.
Varietäten: Einige Pflanzen bilden eine "Albino-Form", d.h. sie bleiben komplett grün.

Kultur:
Aufgrund der tropischen Heimat mag die Pflanze ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit und einen warmen Platz.
Die Pflanze mag es sehr hell - direkte Sonneneinstrahlung ist kein Problem. Im Winter ist unbedingt eine Zusatzbeleuchtung zu empfehlen. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit von ca. 60-75% wird von Drosera burmannii gewünscht. Drosera burmannii ist zudem kälteempfindlich - die Temperatur sollte nicht unter 15°C fallen. Die Pflanze wird ganzjährig im Anstauverfahren gehalten.
Blattstecklinge funktionieren bei dieser Sonnentau-Art nicht, daher ist man auf die Samenproduktion angewiesen. Die Pflanze ist glücklicherweise selbsfertil - ja sogar kleistogam. Die Samen sind Lichtkeimer und mögen es feucht, hell und warm.
Als Substrat zum Aussähen und für die Pflanze wird ein Torf-Sand-Gemisch 2:1 bis 1:1 genommen. Ein Umtopfen, welches für ein solch kleines Pflänzchen im Normalfall nicht nötig ist, ist eigentlich problemlos möglich.

Bild 1: Ganz junger Sämling.

Bild 2: Das gleiche Pflänzchen 1 Monat später.


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